Jetzt ist es soweit, jetzt ist er fertig und in der Auslieferung. Der Lapp 2018-19

Puh, die Produktions-Zeit wird auch immer knapper um so einen Mammut herzustellen. Jetzt liegt er in meinen Händen… und Kopf und Brust schwillt rot an vor Begeisterung. Es hat sich echt wieder gelohnt, mein ganzes Können in Planung, Projektmanagement und Herstellung zu investieren. Meinen Dank geht an meinen Kunden, Herrn Buelent Kulay, Marketing Communications und meine Grafikerin Daniela Leins. Ohne dessen Unterstützung und Arbeitsteilung wäre es nicht umzusetzen gewesen. Wir sind schon ein verdammt gutes und eingespieltes Team.

Und… wir haben das ALLES wieder in 6 Monaten geschafft. Noch für alle Interessierten, die Katalogdaten:

  1. 6 Seiten Umschlag, bündig zum Inhaltsblock
  2. 1184 Seiten Inhalt
  3. 116.000 Exemplare
  4. 15 Sprachwechsel
  5. 26 Coverversionen
  6. Magazinformat
  7. Umschlag 7/5 farbig mit Softtouchfolie und partieller UV Glanzlackierung
  8. Inhalt 4/4 Skala
  9. gedruckt im Rollenoffset
  10. einzeln versandfertig in Folie eingeschweißt
  11. Hard- und Softcover

Erstens..Wie fing doch alles an? September 2017 kam der neue Auftrag, Lieferanten zu sondieren, Budget und Meilensteine auszuarbeiten. Erste Vorgespräche mit Lieferanten zu führen und natürlich auch diese im Anschluß zu bewerten.

Der ZWEITE Teil, Pimp my Catalogue. Papier, Veredelung, Farben und Verpackung etc. Wie können wir einen Mehrwert zu unseren Wettbewerbern im Katalogbusiness erneut herausarbeiten. Hier hatte ich eine Idee. Der Einsatz von einer Softtouchfolie und einer partiellen hochglänzenden Relief- Drucklackierung. In der Bogen-Druckerei, bei der Abstimmung des Umschlages hat sich dann aber gezeigt, dass hier Profis, Medienproduktioner der alten Schule ran müssen. Meine Folienauswahl hat nicht das gemacht, was zuerst von mir erwartet wurde. Die eingesetzte Folie hat die Hausfarbe Orange so stark beeinflußt, dass bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen Farbverschiebungen auftraten. Hier war nun mein sicheres Farbauge und meine langjährige Erfahrung in der Repro und im Druck gefragt. Denn die Maschinenführer machen nur das, was man ihnen sagt. Ich musste sicherstellen, dass die Farbe mit der eingesetzten Veredelung später im Finish den Vorgaben des Unternehmens Corporate-Identity entsprechen. Eine Herausforderung!

Der DRITTE und enorm wichtige Teil meiner Medienproduktion, welche Partner sind nun geeignet, wer kann’s denn überhaupt herstellen? Wer ist qualifiziert meinen 6 seitigen Umschlag bündig verarbeiten und aufzubinden? Ich wollte keinen Standard von ca. 5mm Versatz zwischen Umschlag und Buchblock. Wer kann die Menge an Hard-und Softcoverkatalogen termingerecht und qualitativ sehr hochwertig nach meinen Vorgaben, meiner Mengenliste und meiner Terminpläne pünktlich ausliefern? Alles Fragen die ich vorher klären musste vor der Druckvergabe.

Die Vierte Herausforderung war das Papier. Auch hier wollte ich neue Wege gehen, Neues ausprobieren. Der aktuelle Trend im Bereich Bogenoffset sind Natur- und Volumenpapiere. Der Einsatz solcher Papiere auf der Rolle? Absolutes Neuland. Ich wollte aber unbedingt Kataloggewicht einsparen, jedes Gramm bringt meinem Kunden Einsparungen an den Portokosten. Und das ist nicht gerade wenig bei einem Erstversand von 30.000 Katalogen. Und ein schöner Nebeneffekt, der Katalog wird voluminöser. Okay verabschiedet, Volumenpapier wird’s. Jetzt Testandruck auf Originalpapier in der Rolle um auch die Farbprofile später für die PDF-Generierung nochmals zu optimieren. Wie verhalten sich hier die Fotos, der Text auf dem ausgewähltem Papier? Kann man später alles gut lesen, oder sumpft Text und Bilder weg. Wie zeigt sich zudem die Opazität mit dem Durchschlagen der Druckfarbe zum Papier? Das ist enorm wichtig das vorher zu testen, denn wenn die Druckmaschine mit einer Laufleistung von 45.000 Exemplaren in der Stunde läuft, ist es zu spät. Auch eine höhere Seitenzahl beim Druckbogen haben später am Sammelhefter für unsere eingesetzte Klebebindung PUR einige Vorteile. Weniger Druckbogen, weniger flattern nach dem aufbinden. Hier wurde der Einsatz einer 64 Seitigen MAN-Rolland gewählt.

Und Fünf, Management der Termine, wer muss wann was liefern… alle Partner Intern, Freelancer, Produktmanagement und die Externen… die Litho, Druckerei, Buchbinder und Versand, die Datenprüfung, ist alles korrekt nach Spezis und Vorgaben angelegt, sind die PDF’s richtig geschrieben… Überfüllungen.. Überdrucken.. Beschnitte.. Farbprofile ISOcoated… wir wollen ja nicht zweimal drucken. Eine Menge zu tun, eine Menge ToDo für mich als Medienproduktioner.

Und Sechs, der regelmäßige Austausch mit dem Kunden, Druckerei und Weiterverarbeitung über die anstehenden Produktionsschritte und Termine für den Versand. Achja, auf welche Paletten setzen wir die Kataloge eigentlich ab? Am besten auf IPPC Paletten, da die Kataloge direkt nach Eintreffen im Wareneingang des Kunden in die Länder per Schiff oder per Flugzeug verschickt werden. So ist kein umpacken mehr nötig. Neuer Lieferschein und ab damit.

Siebtens, ICH BIN STOLZ, bekam erneut wieder den separaten Auftrag zusammen mit meiner Grafik Daniela Leins den manuellen Tabellenteil. 17 Sprachen! Roundtable- ich manage die Länder, das Timing, die Korrospondenz und die Freigaben dazu. Meine Grafik übernimmt den kompletten Workflow im InDesign. Tabellenaufbau hört sich vielleicht einfach an, ist es aber gewiss nicht. Hier ist sorgfältiges Arbeiten die Grundvoraussetzung, sonst stimmen die Inhalte, der Passer und Übersetzungen nicht überein. Wir produzieren schließlich im Textwechsel. Und wer kann schon 15 Sprachen sprechen und lesen?

Das sind alles Aufgaben, die Kunden gerne professionellen Produktioner wie mir übergeben um sicherzustellen das alles wie geschmiert und termingerecht läuft. Nichts kostet mehr Geld als ein Katalog der nicht zum geplanten Termin zur Verfügung steht. Kommt euch das bekannt vor?

Euer Andreas Kaiser. Ich nehme Euch den Druck ab.

 

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